Phishingvorfall bei Yuh - Bank wechseln?

Ein Yuh-Kunde wurde Opfer einer Phishing-Attacke: Betrüger räumten in kurzer Zeit rund 35’000 Franken von seinem Konto ab, indem sie Geld intern auf neue Yuh-Konten verschoben und dann auf Kryptoplattformen transferierten. Obwohl die Aktivitäten ungewöhnlich waren, weigert sich Yuh (bzw. Swissquote), Verantwortung zu übernehmen. Laut ihren AGBs tragen die Kundinnen und Kunden bei Phishing-Verdacht das volle Risiko. Experten kritisieren, dass Banken zu wenig Schutzmechanismen einsetzen und damit Laien gegenüber Profibetrügern benachteiligen.

Hier der link zum Artikel: Neo-Bank lehnt bei Phishing-Verdacht jegliche Mitverantwortung ab - Kassensturz Espresso - SRF


Frage an die Community

:backhand_index_pointing_right: Was denkt Ihr darüber? Würdet Ihr nach solchen Fällen überlegen, von Yuh wegzugehen? Und wie schätzt Ihr das Risiko bei anderen Banken wie Cler oder klassischen Instituten ein – ist man dort besser geschützt oder besteht dieselbe Gefahr?

Ich ziehe aus dem Artikel zwei Aussagen:

  • Yuh sagt, der Kunde sei auf Phishing hereingefallen
  • Kunde sagt, er sei nicht auf Phishing hereingefallen

Natürlich schwierig, sich in so einem Fall eine Meinung zu bilden.

Für mich ist klar, dass Banken nicht von sich aus Phishing-Opfer entschädigen möchten. Würde von ausgehen, trifft auf jede Bank zu. Macht ja irgendwie auch Sinn, die Transaktion wurde ja im Namen des Kunden ausgelöst und das Geld ist effektiv weg. Wenn es nun aber stimmt, dass der Kunde tatsächlich auf kein Phishing hereingefallen ist, dann sieht die Situation wieder anders aus. Oder falls Yuh tatsächlich bei einem Sicherheitselement versagt hat.

Aber eben, schwierig zu beurteilen.

Wie immer: Mach das, womit du am Ende ruhig schlafen kannst.

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Ich realisiere durch solche Meldungen immer mehr, dass Schadensbegrenzung im Fall von Phishing / Hacking / Betrug / Erpressung / Überfall wahrscheinlich der wichtigere Grund für Broker-Diversifikation ist, als Schutz vor Bankrott / Betrug / Mismanagement beim Broker. Und ditto für Banken.

Edit: Und Schutz vor mir selbst, da Greed/Fear-Transaktionen mit dem ganzen Vermögen nicht mehr so einfach schnell schnell mit einem Klick gemacht werden können.

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Ein solcher Fall müsste von den Strafverfolgungsbehörden untersucht werden. Bei Phishing gibt es in der Regel eine Papierspur. Natürlich besteht auch immer die (geringe) Chance, dass ein Kunde selbst versucht, die Bank oder eine Versicherung zu betrügen.

Eine Bank verfügt jedoch weder über die Ressourcen noch über die Befugnis, um Straftäter zu untersuchen. Dafür sind die Polizei bezahlt.

Aber es ist in jedem Fall eine kluge Entscheidung, Ihr Vermögen auf verschiedene Banken (und möglicherweise zwischen Online- und Offline-Banken) zu diversifizieren.

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